Risikolebensversicherung
Risikolebensversicherungen
Eine Risikolebensversicherung greift nur bei einem einzigen Ereignis: Dem Tod.
Deshalb nutzen viele eine solche Versicherung nicht nur zum Schutz von Familie und Angehörigen, sondern häufig auch als Sicherheit für andere Investitionen. Zum Beispiel beim Hausbau, das ein größeres finanzielles Risiko in sich birgt. Interessant ist eine Risikolebensversicherung auch für Personen mit einem gefährlichem Job wie Bauarbeiter oder Bergmänner, aber auch für Menschen, die einem riskanten Hobby frönen wie Bergsteiger oder Taucher.
Das Risiko dieser Versicherungsform liegt in erster Linie bei der Versicherungsgesellschaft. Die muss nämlich die vereinbarte Todesfallleistung auch dann auszahlen, wenn der Versicherungsnehmer erst kurze Zeit eingezahlt hat. Aber natürlich würde es diese Form der Absicherung nicht geben, wenn es sich auch für die Gesellschaft nicht lohnen würde. Und das tut es. Denn ein großer Teil der abgeschlossenen Verträge kommt nie zur Auszahlung. Das liegt einzig und allein daran, dass die Risikolebensversicherung nicht nur zur Absicherung von Hinterbliebenen genutzt wird. Eine Risikolebensversicherung wird häufig von Geldinstituten genutzt, um im Todesfall des Schuldners geliehenes Geld zurück zu bekommen.
Wer sich schon einmal Geld leihen musste, weiß, was während der „Kreditverhandlung" auf ihn zukommt: ein Antrag zur Risikolebensversicherung. Die Versicherung schützt einzig und allein den Geldgeber davor, den geliehenen Betrag auch bei Ableben des Kredit- oder Hypothekennehmers zurück zu bekommen.
Zahlt der Kreditnehmer seine Schulden komplett ab, erlischt auch die Police. Ebenso handhaben die genannte Personengruppe der Berufstätigen mit hohem Unfallpotenzial: Wer nicht mehr darin arbeitet, braucht die Versicherung nicht länger.
Aber natürlich bleibt die Risikolebensversicherung immer ein Instrument, um die Angehörigen nach dem eigenen Ableben nicht in den finanziellen Ruin zu treiben. Wichtig ist dies etwa in Familien, wenn die Kinder klein sind und nur ein Elternteil verdient. Oder wenn ein Haus gebaut wurde und nur aus dem gemeinsamen Einkommen abgezahlt werden kann.
Das Prinzip dieser Versicherungsform ist also recht einfach: Das Todesfallrisiko der versicherten Person wird für einen bestimmten Zeitraum mit einer festgelegten Summe versichert. Es erfolgt keine Ansparung und bei Vertragsablauf wird, wenn der Todesfall nicht eingetreten ist, keine Summe ausgezahlt. Die Risikolebensversicherung ist also eine reine Risikoversicherung und enthält keine Elemente des Vermögensaufbaus.
Risikolebensversicherungen sind in der Regel recht preiswert. Die Gründe liegen im Verwaltungsaufwand, der recht gering ist. Die meisten Versicherer zahlen keine hohen Provisionen für diese Verträge, und auch die Bestandsverwaltung ist nicht sehr aufwendig.
Die Versicherer erwirtschaften aus Verträgen der Risikoversicherung immer Überschüsse, die sie an die Kunden in Form einer sofortigen Beitragsreduzierung (Sofortrabatt) oder als kostenlose Summenerhöhung (Bonussystem) weitergeben müssen. Somit wird der Beitrag für den gewünschten Versicherungsschutz noch einmal erheblich reduziert. Allerdings ist diese Überschussbeteiligung nicht garantiert: Bei schlechter Ertragslage kann der Beitragsnachlass verringert oder die Bonussumme reduziert werden. Diese Tarife werden aus den aktuellen Sterbetafeln heraus kalkuliert. Sie zeigen die gestiegene Lebenserwartung, wodurch das Risiko des Versicherers zur Auszahlung der Summe sinkt.
Eine Variante der Risikolebensversicherung ist dabei recht praktisch: die, bei der die Beiträge von Jahr zu Jahr günstiger werden, weil die Leistung im Laufe der Zeit abnimmt. Je weniger Geld mit dem Tod des Kreditnehmers benötigt wird, desto günstiger werden die Jahresbeiträge der Versicherung.
Die Beiträge für eine Risikolebensversicherung sind eher gering. Trotz allem gibt es auf dem Versicherungsmarkt eine große Anzahl von Anbietern und somit auch eine große Abweichung von Jahresbeiträgen. Ein 30-Jähriger Nichtraucher könnte sich beispielsweise bei einer Laufzeit über zehn Jahren und einer Todesfallleistung von 50.000 Euro bereits für rund 36 Euro jährlich versichern. Der teuerste Anbieter verlangt für die gleiche Leistung rund 73 Euro.
Im Allgemeinen wird dazu geraten, die Versicherungssumme so hoch wie möglich zu gestalten. Am besten hoch genug, um das benötigte Kapital nur aus den Zinserträgen nehmen zu müssen und die Summe für eine spätere Verwendung bestehen lassen zu können. Beispiel: 100.000 Euro werden zu 6 Prozent Zins angelegt. Dies ergibt 6.000 Euro Zinsertrag im Jahr, also rund 500 Euro im Monat. Ein Unterhalt fließt also aus den Zinsen, die Gesamtsumme bleibt bestehen, und es kann damit zum Beispiel die Ausbildung der Kinder und vieles darüber hinaus finanziert werden.
Die Riester Rente
Die Riester
Rente besteht aus den während des Arbeitslebens regelmäßig eingezahlten
Beiträgen, die direkt in eine Riester Versicherung, an eine Pensionskasse oder
-fond, in Banksparpläne und auch in Bausparverträge eingezahlt wurden und eine
direkten Zulage vom Staat, die je nachdem welcher Zulagegruppe der Versicherte
angehört variieren. Die Zulagen sind für eine sehr breite Masse garantiert:
Arbeitnehmer, Auszubildende, Soldaten, Zivildienstleistende, Arbeitslose,
Selbständige, Beamte und Ehepartner des Zulagebemächtigen. Der Versicherte
bekommt die Garantie auf die vollständige Rückerstattung der eingezahlten
Beiträge und der vom Staat gezahlten Zulage, die besonders günstig für Familien
mit vielen Kindern sind, da sich die Zulage pro
Kind erheblich erhöht.
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